Samstag, 5.11.2011, 22.00 Uhr, Babylon Saal 2
Die Reihe wirft mit Kurzfilmen über Sex, Gewalt, Drogen und Zombies aus verschiedenen arabischen Ländern neue Schlaglichter auf ein selten ins Blickfeld rückendes Spektrum junger arabischer Filmemacher.
Dieu me pardonne
Marokko Regie: Mounir Fatmi, Marokko 2004, 8 Min., Arab. mit dt. UT
Fatmis halluzinatorische Reflektion über die Wirkung von Bildern ist eine Assemblage von "found footage", die über die kunstvolle Anordnung entblößter Körper, von Gewalt und Aufruhr eine intensive Wirkung entfaltet.
Envy the Dead
Bahrain Regie: Isa Swain, VAE 2011, 10 Min., ohne Dialoge
Ein einsamer Überlebender kämpft sich durch die Ruinen einer arabischen Metropole, die von einer Zombie-Epidemie heimgesucht wird.
Ça sera beau – From Beirut with Love
Libanon Regie: Waël Noureddine, Libanon 2005, 29 Min., Arab. mit dt. UT
Eine Momentaufnahme disparater Eindrücke aus einer Stadt, die nach dem Attentat auf Rafik Hariri als Moloch aus Schutt, brennenden Autoreifen und den Überbleibseln alter Einschußlöcher erscheint. Unter der ständigen Präsenz des Militärs zieht sich eine im Schwebezustand bleibende Jugend in Drogen zurück.
This Smell of Sex
Libanon Regie: Danielle Arbid, Libanon 2008, 20 Min., Arab. mit dt. UT
Der Film ist eine Kompilation offener Bekenntnisse zu sexuellen Vorlieben und Erfahrungen, die ihre Freunde der Filmemacherin anvertrauten. Auf der visuellen Ebene stehen der expliziten Sprache Archivaufnahmen junger Mädchen und die Magie einer verdunkelten Leinwand gegenüber. Wort und Bild ergänzen sich zu einem poetischen Konstrukt erotischer Spannung.