ALFILM – das arabische Filmfestival Berlin – ist aus dem Wunsch entstanden, dem thematisch und ästhetisch vielseitigen Filmschaffen der verschiedenen arabischen Länder in Deutschland eine grundlegende Plattform zu bieten und den kulturellen Stereotypen über die arabische Welt mit originären Bildern und Geschichten aus dieser Welt zu begegnen. Dabei gilt es, neben bereits etablierten arabischen Filmländern auch unbekanntere Kinematographien zu entdecken, neue Erzählstrukturen sowie Zusammenhänge und Möglichkeiten zu erschließen. Geplant sind u.a. Retrospektiven und künstlerische Werkschauen bedeutender arabischer Regisseure.
Im Gespräch mit Filmschaffenden und Experten können thematische und ästhetische Aspekte der Filme vertieft werden. Daneben bietet ALFILM auch dem Fachpublikum, Filmemachern, Produzenten und Verleihern ein Forum für künstlerischen Austausch, Kooperationen und die Entwicklung neuer Projekte.
Das ALFILM Festival wird von Cinemaiat – Freunde der arabischen Kinemathek, Berlin e.V. organisiert in Kooperation mit dem Arabischen Publizisten-Verein Deutschlands und den Kinos Babylon Mitte, Eiszeit, Rollberg und Hebbel am Ufer (HAU).
Das Festival
Die Filme
Arabische Filme haben die internationale Filmlandschaft in den letzten Jahren zunehmend durch ihre Präsenz und ihre Erzählungen bereichert. Die sprachliche, ethnische und kulturelle Heterogenität der arabischen Welt findet ihren Niederschlag auch in den arabischen Filmen und vermag so einen Beitrag zum Dialog der Kulturen zu leisten.
In den letzten Jahren zeichneten sich vielfältige neue Entwicklungen im arabischen Kino ab, das von neuen narrativen Strukturen, der sensiblen Zeichnung gesellschaftlichen Wandels sowie der Hinwendung zu psychologischen Innenwelten und bisher tabuisierten Themen geprägt ist.
ALFILM greift diese Entwicklungen auf und legt einen Schwerpunkt auf neue arabische Spielfilme, Dokumentar- und Kurzfilme und möchte damit vor allem auch jungen Talenten die Gelegenheit geben, sich zu präsentieren. Zudem gibt es einen jährlich wechselnden thematischen, historischen oder regionalen Fokus, der es ermöglicht, ästhetische und gesellschaftspolitische Kontexte zu erschließen.
Als offizieller Festivalbeitrag kann jeder Spielfilm, Dokumentarfilm und Kurzfilm eines arabischen Regisseurs eingereicht werden, der zum Zeitpunkt des Festivals nicht älter als 3 Jahre ist (außer für die FOKUS-Reihe). Für Filme, die dieses Kriterium nicht erfüllen gilt, dass sie thematisch dem arabischen Kulturkreis zurechenbar sind und/oder der überwiegende Teil der Dialoge auf arabisch geführt wird. Viele der beim ALFILM präsentierten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme sind Deutschland- oder Europa-Premieren.