Rahmenprogramm

Fremdbilder und Selbstdarstellung von arabischen Migranten im Film

Podiumsdiskussion
FOKUS 10 Migration

Samstag, 6.11., 15.00 Uhr, Werkstatt der Kulturen

In Kooperation mit dem Zentrum Moderner Orient ZMO, Berlin

Die Podiumsdiskussion im Rahmen des diesjährigen Fokus Migration möchte sich vor allem der Frage nach der Fremddarstellung und der Selbstdarstellung arabischer Migrant/inn/en widmen. Wie nähern sich arabische Filmemacher/ innen dem Thema? Welche Motive für Migration werden aufgegriffen (persönliche, wirtschaftliche, kriegsbedingte Gründe; freiwillige vs. erzwungene Migration)? Welche Themen werden ausgelassen? Brechen die Filme stereotype Vorstellungen oder nehmen sie sie auf, bestärken sie diese? Verändern die Filme den Blick auf das Thema?

Es diskutieren:

Ahmed El-Maanouni, Filmemacher
Dr. Samuli Schielke, Ethologe ZMO
Mokhtar Shehata, Schriftsteller und Filmemacher
Viola Shafik, Regisseurin und Filmkritikerin
Daniela Swarowsky, Filmemacherin und und Kuratorin
Diskussionsleitung: Irit Neidhardt

Freier Eintritt

Rabih Abou-Khalil Trio

Abschlusskonzert

Rabih Abu Khalil Mittwoch, 11.11.2010, 19.30 Uhr, Akademie der Künste

 

Rabih Abou-Khalil, Oud
Gavino Murgia, Saxophon + Gesang
Patrice Héral, Perkussion

Aufgewachsen im kosmopolitischen Klima der sechziger und siebziger Jahre in Beirut, lernte Rabih Abou-Khalil schon im Alter von vier Jahren das Oud, die arabische Kurzhalslaute, zu spielen. Der libanesische Bürgerkrieg zwang ihn 1978, sein Land zu verlassen. An der Musikhochschule in München studierte er klassische Musik. Rabih Abou-Khalil hat sich als Komponist und Instrumentalist auch in der Avantgarde der arabischen Musik längst einen gewichtigen Namen gemacht. Er hat mit seiner originellen Kompositionstechnik, durch ungezwungene Fortführung und gewagte Auslegung der klassischen arabischen Regeln eine eigene Klangsprache geschaffen. Im zur Ausweitung tendierenden Jazz stellen seine einmaligen Interpretationen mit erfahrenen Meistermusikern sicher alles in den Schatten, was bisher an Fusion mit nahöstlicher Musik versucht wurde. Das ‒ oberflächlich betrachtet ‒ willkürliche Aufeinandertreffen von vermeintlich gegensätzlichen Instrumenten und das scheinbar widersprüchliche Zusammenprallen von Talenten aus verschiedenen Musikrichtungen ist das Resultat eines von Abou-Khalil wohlüberlegten Konzepts. Die bestehenden Unterschiede geraten nämlich unter seiner Regie keineswegs zu babylonischer Verwirrung: Vielmehr werden hier weltoffene Musiker aus verschiedenen kulturellen Hintergründen von einem gemeinsamen intuitiven Verstehen der ernsten Herausforderung inspiriert, welche die Interpretation der Musik Abou-Khalils an sie stellt. Intellektuelle und emotionale Identifikation mit seinen Kompositionen führt zu einer sich immer wieder steigernden Begeisterungsfähigkeit jedes der Aufführenden bis hin zu bisher ungekannter Meisterschaft, die sich mühelos auf das Publikum überträgt. Abou-Khalils Musik lebt von der kreativen Begegnung und nicht von der Exotik. Aus ganz verschiedenen Kulturelementen entsteht hier etwas Eigenes und in sich Schlüssiges, keine Chimäre, kein Wolpertinger, sondern etwas Lebendiges und Schönes, wie ein „Blaues Kamel“. (Levinson Concerts, Pressetext)

 

 

Konzert: 20,00 €, ermäßigt 12,00 €
Kartenvorbestellung:·Akademie der Künste 030 20 05 72 00 0