Saken

Dokumentarfilm
Regie: Sandra Madi, Jordanien/Palästina 2014, 90 Min., Arab. mit engl. UT
Do 14.4.2018 | 21:00 | Arsenal *
*Ist das Online-Kartenkontingent ausverkauft, besteht noch an der Kinokasse die Möglichkeit, Tickets zu erwerben.
Ibrahim Salameh verlässt 1980 seine Familie in Kuwait und schließt sich der palästinensischen Widerstandsbewegung im Libanon als Freiheitskämpfer an — ein definierender Moment seiner Persönlichkeit. Zwei Jahre später wird er bei einem Einsatz schwer verletzt und liegt seither querschnittsgelähmt im Veteranen-Krankenhaus der PLO in Amman, wo er von Walid gepflegt wird. Ohne Walids Hilfe kann Ibrahim nicht essen und bleibt an sein Bett gefesselt. Walid selbst ließ Frau und Kinder in Ägypten zurück, um in Jordanien Arbeit zu finden. Während Ibrahim bei den seltenen Besuchen seiner ehemaligen Gefährten in der Glorie seiner Vergangenheit als Kämpfer schwelgt, verrichtet Walid die nötige Sorgearbeit, um seine Familie ernähren zu können. Das Machtgefälle zwischen beiden und Walids Heimweh gefährden die Freundschaft der beiden ungleichen Männer zusehends. Madis Film beleuchtet den Kontrast zwischen Helden- und Versorgerrolle aus einer ungewöhnlichen Perspektive.